Wenn schon freaky, dann richtig!

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Mal wieder Neues aus Tammis Welt: Es ist jetzt etwa sechs Wochen her, dass wir beim Family Hope Center in Kilkenny, Irland waren. Seitdem haben wir ordentlich Fahrt aufgenommen, was die Umsetzung von Tammis Therapieprogramm anbelangt. Die empfohlenen Nahrungsergänzungsmittel verträgt Tammi gut, und wir meinen, dass sie seither nachts ruhiger schläft. Vermutlich machen ihr die Muskeln und die Spastik weniger Probleme und lassen sie besser zur Ruhe kommen. Unser ansonsten sehr strammes Tagesprogramm läuft immer besser und wird nach und nach zur täglichen Routine.

Ganz neu in unserem kleinen Stadthäuschen ist folgende Errungenschaft:

Eine Überdruckkammer, um Tammi eine milde Überdrucktherapie zu ermöglichen. Klingt futuristisch, ist es aber nicht: Einige amerikanische Ärzte und auch das FHC arbeiten mit dieser Methode bei hirngeschädigten Patienten, um eine bessere Versorgung des (Hirn-)Gewebes mit Sauerstoff zu erreichen. In Deutschland kennt man das Verfahren bei Tinnitus oder Wundheilungsstörungen. Nach Tammis Krampfanfall im Februar hatte ich mich vermehrt mit Alternativen zu Medikamenten beschäftigt, und war auf diese Methode gestoßen, die sehr vielversprechend ist. Nach einigen Telefonaten und emails konnten wir mit Tammi so eine Überdruckkammer bei einer FHC-Familie in unserer Nähe testen. Und als wir dann die Gelegenheit hatten, so eine Kammer günstig gebraucht zu bekommen, haben wir zugeschlagen: Wenn schon freaky, dann richtig! Ich bin mittlerweile sehr überzeugt, dass es viele Puzzlesteine sind, die bei Tammi zu einer guten Entwicklung beitragen werden. Und eine verbesserte Sauerstoffversorgung des Gehirns klingt für mich wie ein wesentlicher Bestandteil davon.

Also musste Männe das halbe Haus umräumen, und ich mich schrittweise an die Enge der Kammer gewöhnen. Wer jemals in einer Sporttasche übernachtet hat, weiß wovon ich spreche.