We did it! oder „Wenn der Berg nicht zum Propheten kommt…“

Categories Blog

So ungefähr hat es sich angefühlt, als wir nun doch schneller als erwartet unser Therapie-Vorhaben mit Tammi gestartet sind:

Wir durften ja wegen des schweren Krampfanfalles im Februar keinen Langstreckenflug mit Tammi machen und haben lange mit dem Family Hope Center überlegt, wie wir dennoch zusammen kommen können. Glücklicherweise war das Team im April und Mai in Europa unterwegs und hat uns kurzfristig und unkompliziert auf die Termin-Liste in Irland gepackt! Für unsere Familie DIE Chance, Tammi vorzustellen. Gesagt, getan:

Ende April haben wir beide Mädels eingepackt und sind mit dem Flieger nach Dublin gereist, von dort aus weiter nach Kilkenny, wo ich schon letztes Jahr das Eltern-Seminar besucht habe.

Am ersten Tag wurde Tammi dann von jedem einzelnen Therapeuten bzw. Doktor angeschaut und untersucht und wir Eltern zu allem Möglichen befragt. Angefangen von scheinbar profanen Dingen wie Trinkmenge, Ernährung, Schlafverhalten über Umweltbelastung zu Hause, Medikamenteneinnahme und bisherige Therapien in Deutschland. Sehr aufschlussreich für uns Eltern war dann die neurologische Untersuchung, die zeigte, dass Tammis Reflexmuster durch den Sauerstoffmangel nicht in Ordnung sind. Somit wurde klar, warum die bisherige Physiotherapie nicht den gewünschten Erfolg zeigt. Es gilt nun, an Tammis Reflexen zu arbeiten, um danach an die Bewegungsmuster zu gehen. Absolutes Neuland, dachte ich doch bisher „Reflex ist Reflex“ – aber man lernt nie aus!

Und so haben wir am zweiten Tag ein umfangreiches Therapieprogramm für zu Hause bekommen, und wurden in sämtliche Übungen eingewiesen. Denn das ganze ist ja ein ganzheitliches Programm, und so werden auch Tammis Sinne stimuliert, die Ernährung umgestellt, massiert, bewegt und gelernt. Interessant fand ich auch, dass ebenso großen Wert auf das Wohlbefinden und die Gesundheit der ganzen Familie gelegt wird, und so wird bei aller Therapiezeit auch Erholung für uns „Therapeuten“ eingeplant.