Was ist Luxus?

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Wir genießen gerade den dritten Sommer mit Tammi, aber Vieles ist anders, als wir das so geplant hatten. So gibt es in unserem Garten weder Sandkasten noch Rutsche, weil Tammi damit nichts anfangen kann. Beim Blick in die Nachbargärten überkommt mich häufig eine große Traurigkeit, wenn dort im Plantschbecken gekreischt oder auf der Wiese Fußball gespielt wird.

Und auch Kleinkinder-Spielzeug sucht man bei uns vergebens. Dafür aber gibt es jede Menge Therapie-Equipment, Dinge mit 5-Punkt-Gurten und Sonderanfertigungen. Das ist eine Sache, die ich persönlich sehr schwer finde zu akzeptieren: „Normale“ Kinderausstattung ist häufig unbrauchbar, und viele Dinge haben wir an Tammis Bedürfnisse anpassen müssen. Einen schicken Hochstuhl in tollen Farben oder den Klapp-Buggy, der sich leichtgewichtig und klein im Fußraum des Autos verstauen lässt – Fehlanzeige!

Stattdessen ist alles groß, klobig, mit vielen Verstellmöglichkeiten und – hässlich. Ich habe versucht, mir die Tatsache einfach schönzureden, weil wir diese Dinge jetzt nun einmal brauchen, ob ich das gut finde oder nicht. Und ich habe mir immer vorgestellt, dass wir vielleicht irgendwann auch „normale“ Möbel, Spielsachen oder Alltagsgegenstände nutzen können. Und was soll ich sagen:

Tammi kann mittlerweile in einem „handelsüblichen“ Hochstuhl sitzen, und der klobige Therapiestuhl durfte uns verlassen!

Und schaukeln im Garten gehört zu Tammis liebsten Beschäftigungen.

Mein ganz persönliches Highlight: mit Tammi auf dem Gepäckträger Fahrrad fahren! Wie man das so macht mit Kleinkind im Städtchen… Für viele Menschen Normalität – für uns Luxus!