Warum Klinikaufenthalte wie Langstreckenflüge sind

Categories Blog

Diesmal ungeplant und leider sehr notwendig: Kinderklinikaufenthalt mit Tammi inklusive erster OP. Tammi hatte seit kurzem massive Atemaussetzer nachts und unser HNO fackelte bei Tammis Vorgeschichte nicht lange. So bekamen wir kurzfristig einen Termin und sind um eine Erfahrung reicher: Tammi ist eine echt coole Socke, die trotz aller Skepsis weiß- und blaugekleideten Menschen gegenüber den Ausflug in OP und Aufwachraum souveräner gemeistert hat als ihre Eltern… Hilfreich war sicherlich auch der „Alles-ist-mir-egal“-Saft präoperativ, der Kleinkinder in glücklich grinsende Geschöpfe verwandelt und uns Eltern das Zurücklassen auf dem OP-Tisch erleichtern soll.

Dennoch sind Kinderklinik-Aufenthalte immer sehr anstrengend und erinnern mich etwas an Langstreckenflüge: Wichtig ist eine gute Vorbereitung, soweit machbar – ein gutes Buch und Schokolade im Handgepäck für die Nerven, Spielzeug und eine Notration Milch fürs Kleinkind, außerdem Spülmittel für Flaschenreinigung und Desinfektionstücher für ein einigermaßen entspanntes Benutzen von Tischen, Ablagen und Sanitäreinrichtungen. Und auch das Gefühl, wenn man wieder zu Hause ist, ist das gleiche: Neben dem Wunsch nach Schlaf ist vor allem eine Dusche und die Benutzung der Toilette im Sitzen unbezahlbar. Außerdem ist es jedes Mal eine Überlegung, ob man die getragenen Klamotten waschen soll, oder ob ein Verbrennen sinnvoller erscheint. Dass ich spezielle Klinik-Hausschuhe besitze, muss ich wahrscheinlich nicht erwähnen…