4 Wochen FHC-Programm, ein erster Bericht

Categories Blog

Wir mussten die Tage unseren ersten Bericht ans Family Hope Center schreiben – eine gute Gelegenheit, hier nochmal Aktuelles zu berichten:

Wir haben ja ein sehr stolzes Programm für Tammi mitbekommen, und die Ansage, es ruhig angehen zu lassen. Einen Punkt nach dem anderen dazu zu nehmen, damit wir uns nicht selber stressen. Empfohlen wurde uns aber, mit Tammis Ernährung anzufangen. Der IST-Zustand Ende April war, dass Tammi zu einem großen Teil noch Milch aus der Flasche trank und das Ziel wird sein, Tammi vom Familientisch, aber gluten- und milchfrei, zu ernähren. Außerdem wurden uns einige Nahrungsergänzungsmittel empfohlen, die wir erst einmal besorgen mussten… Aber vier Wochen später läuft es doch ganz gut, natürlich mit Aufs und Abs, aber das kennt ja vermutlich jede Mutter. Tammi hat großen Spaß daran, mit uns am Tisch zu essen. Und bestimmte Dinge wegzulassen ist ja bei einem Essens-Anfänger sehr einfach 😉

Weiterer wichtiger Teil ist das Reflex-Muster-Training. Dafür brauchen wir reichlich helfende Hände, und so habe ich einfach mal die Großeltern und Tanten eingeplant. Jeden Tag kommt ein anderer Helfer zu uns nach Hause, um Tammi eine halbe Stunde lang durch zu bewegen. Bei der Eingangsuntersuchung Ende April in Kilkenny fiel ja auf, dass Tammis Reflexe „upside down“ sind, das heißt, sämtliche Reflexe nicht richtig funktionieren, die zuständig für Fortbewegung sind. Denn dass ein Kind anfängt, sich kriechend über den Boden zu bewegen hat nichts mit Intelligenz zu tun, sondern ist rein reflexgesteuert. Zumindest am Anfang. Und wenn diese Reflexe nicht funktionieren, kann man sich auch nicht bewegen. Also versuchen wir nun, Tammi diese Reflexmuster „beizubringen“. Ob uns das gelingt, und wie lange das dauern wird, wissen wir nicht. Aber alle sind hochmotiviert, und Tammi ist mit Freude dabei.

Und wir sind fleißig dabei, mit Tammi in die „Reflex Bags“ zu atmen. Das machen wir mehrmals täglich, um eine tiefere Atmung zu provozieren und eine bessere Sauerstoffversorgung des Gehirns zu erreichen. Das sieht etwas wüst aus, und man erntet einige irritierte Blicke, wenn man einem Kleinkind eine Tüte über Nase und Mund zieht – aber Tammi macht das nach anfänglicher Skepsis prima, und das Ganze dauert auch nur wenige Sekunden.

Wir sind mit der Umsetzung nach vier Wochen schon sehr zufrieden, auch wenn einige Programmpunkte aufgrund fehlenden Equipments noch nicht laufen. Aber ich werde weiter berichten!